[Rezension] Elizabeth May - Die Feenjägerin



398 Seiten
Verlag: Heyne

Taschenbuch: 13,99 €
Ebook: 10,99 €



Schön, talentiert und tödlich – Aileana Kameron hat nur ein Ziel: die Feen, die ihre Mutter getötet haben, zur Strecke zu bringen

Ballsaison im Edinburgh des Jahres 1844: Jeden Abend verschwindet die junge und bildschöne Aileana Kameron für ein paar Stunden vom Tanzparkett. Die bessere Gesellschaft zerreißt sich natürlich das Maul über sie, aber niemand ahnt, was die Tochter eines reichen Marquis während ihrer Abwesenheit wirklich tut: Nacht für Nacht jagt sie mithilfe des mysteriösen Kiaran die Kreaturen, die vor einem Jahr ihre Mutter getötet haben – die Feen. Doch deren Welt ist dunkel und tückisch, und schon bald gerät Aileana selbst in tödliche Gefahr ...
(Quelle)

  

Zum Cover: 
Auf dem Cover ist die Protagonistin Aileana zu sehen.

Zum Buch:
Der Schreibstil hat mich positiv überrascht. Er war sehr modern und frech, so dass das Lesen richtig Spaß gemacht hat. Von Anfang an ging es sehr interessant los und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Kapitel haben eine normale Länge und enden oftmals spannend. Ich war sehr überrascht, dass es verschiedene Feenarten gab. Diese werden am Ende des Buches auch in einem "Bestarium" näher erläutert.

Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin Aileana geschrieben. Mit Aileana habe ich mich schwer getan. Sie ist so von Hass und Zorn zerfressen, dass sie es mir echt schwer gemacht hat. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr und durch ihre Gedanken kam immer wieder eine depressive Stimmung auf. Mir fehlte leider ihre charakterliche Tiefe und am Ende wurde sie meiner Meinung nach zu sehr in die Heldenrolle reingedrückt.
Ihre beste Freundin Catherine sowie deren Bruder Gavin haben mir hingegen richtig gut gefallen und waren mir von ihrer Art her sehr sympatisch. Ich glaube, auf eine Freundin wie Catherine, kann man sich einfach immer verlassen. Leider haben beide nur Nebenrollen. Ich hätte gern mehr von ihnen gelesen.
Neben diesen Charakteren gibt es noch Kiaran. Er ist ein Daoine Sith und gehört somit zu einer der mächtigsten Feenrassen. Aileanna und er trainieren das Feentöten zusammen. Er ist ein sehr spezieller Charakter, was man jedoch auch von einer Fee erwarten darf. Er hat mich irgendwie in seinen Bann gezogen und war mir - trotz seiner Eigenarten - sympatisch.

Die Story ist sehr actionreich und an sich hat sie mir sehr gut gefallen. Es gibt leider mehrfach Sätze und Gedanken, die sich wiederholen. Auch hat mich gestört, dass Aileana ständig irgendeinen Geschmack im Mund hatte, wenn eine Fee in der Nähe war. Dies hat sich das ganze Buch durchgezogen und war für mich einfach zu oft.
Die Dialoge zwischen den Charakteren haben mir sehr gut gefallen und brachten mich immer wieder zum lachen. Die besten Dialoge habe ich sogar meinem Mann vorgelesen.
In dem Buch spielen auch viele mechanische Erfindungen eine Rolle, zum Beispiel gibt es fliegende mechanische Kutschen. An sich finde ich die Erfindungen allesamt toll, aber meiner Meinung nach passen sie nicht in das Jahr 1844, in denen die Etikette eine große Rolle spielt.

Das Ende ist leider sehr abrupt und endet mitten in einer spannenden Szene. Da hätte ich mir vielleicht noch ein oder zwei Seiten mehr gewünscht. Ich werde - trotz der Mängel - auf jeden Fall die Fortsetzung lesen.



Dies ist das erste Buch einer Reihe. Es ist von Spannung durchzogen und trotz einiger Mängel empfehlenswert. 


3/5 Punkte
(Von mir für gut gefunden)

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House und den Verlag Heyne zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kommentare:

  1. hey :)
    Ich kann deine Kritik im großen und ganzen nachvollziehen. Ich weiß noch, dass mich das Buch zwar echt gut unterhalten konnte, aber irgendwie hat es mich auch nicht umgehaun.
    Mit der Hauptperson kam ich damals aber ganz gut klar, weiß zwar nicht mehr warum, aber mich hat es nicht gestört, dass sie immer so böse war :D

    Ach und zum Thema fliegende Kutschen und so - das Buch ist ein Steampunk-Buch, die spielen immer ungefähr zu der Zeit und besitzen futuristische Technik, das zeichnet einfach das Genre aus.

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Hey Lena,
      zum Ende hin ging es eigentlich mit der Hauptperson, allerdings war mir dann einfach die Heldenrolle "too much" :D
      Das mit dem Steampunk-Buch ist mir neu. Nun habe ich wieder etwas dazu gelernt, danke dir :)
      Liebe Grüße

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  2. Hi Charleen,

    ja, du hast Recht, das Buch hat viele kleine Schwächen. Trotzdem war es ür mich ein absoluter Pageturner. Das hohe Tempo war eine erfrischende Abwechselung.

    LG und guten Start in die Weihnachtswoche,
    André

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    1. Moin André,
      für mich war es auch irgendwie ein besonderes Buch :) Ich wünsche dir auch einen schönen Start in die Weihnachtswoche und schöne Feiertage ♥
      Liebe Grüße

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