[Rezension] Eowyn Ivey - Das Schneemädchen



464 Seiten
Verlag: rororo

Gebundene Ausgabe: 19,95 €
Taschenbuch: 9,99 €
Ebook: 9,99 €


Alaska in den 1920er Jahren: In dem Wunsch, neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mabel und Jack nach Alaska. Das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern sehr zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen? (Quelle)

  

Zum Cover: 
Auf dem Cover sieht man das Schneemädchen zusammen mit ihrem Fuchs. Beide spielen eine Rolle in dem Buch. Das Cover ist schlicht gehalten und dieser Blau-Weiß-Mix gefällt mir.

Zum Buch:
Der Schreibstil ist ausdrucksstark und gut verständlich. Die Autorin hat es geschafft, dass automatisch Bilder im Kopf entstehen und die Geschichte wie ein Film abspielt. Besonders die Winterlandschaften kann Eowyn Ivey sehr gut beschreiben, so dass man selbst gern mal dort wäre. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und es gibt zusätzlich immer wieder Absätze.

Das Buch erzählt die Geschichte von Mabel, Jack und dem Schneemädchen. Es ist in der Vergangenheitsform geschrieben, woran ich mich zunächst etwas gewöhnen musste.

Mit Mabel und Jack wurde ich lange Zeit leider nicht richtig warm. Beide waren aufgrund ihrer Schicksalsschläge sehr depressiv und jeder versuchte, es mit sich selbst auszumachen. Viele Dialoge zwischen den Beiden gab es nicht und ich hatte nur selten den Eindruck, dass sie sich überhaupt liebten.
Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die mir sehr gut gefallen haben. Vor allem die Nachbarin Esther hat mich mit ihrer lebensfrohen und positiven Art immer mal wieder zum Schmunzeln gebracht. Ich hätte gern mehr von ihr gelesen. Sie ist wie ein kleiner Wirbelwind und erzeugte zwischendurch kleine Lichtblicke, so dass die düsteren Eindrücke sich etwas erhellten.

Die Story hat mir gut gefallen, auch wenn mir ein paar Highlights gefehlt haben. Es kommt kaum zu Überraschungen und die Handlung plätschert eher vor sich hin. Spannung wird leider kaum erzeugt. Gut gefallen hat mir, dass der Schnee so eine große Rolle gespielt hat. Es werden viele Dinge aufgegriffen, die mich an meine Kindheit erinnert haben, zum Beispiel eine Schneeballschlacht, Schneeengel und ein Schneemann. Ich fand es toll zu erleben, wie Marbel und Jack ihren Neuanfang in Alaska versuchten und welche Hürden sie überwinden mussten.

Am Ende bleiben noch viele Fragen offen, so dass ich nachdenklich zurück bleibe.



"Das Schneemädchen" ist ein sehr ruhiges Buch, welches mich nachdenklich gestimmt hat. Es handelt sich hierbei um ein sehr außergewöhnliches und ausdrucksstarkes Buch, welches mich leider trotzdem nicht so ganz fesseln konnte.


4/5 Punkte
(Sehr gut!)

Kommentare:

  1. Huhu liebe Charleen,
    du hast ja bereits während der Lesenacht sehr von diesem Buch geschwärmt und mich noch neugieriger auf die Geschichte gemacht. Ich hoffe das es bald schneit, so dass ich in der richtigen Stimmung für dieses, anscheinend richtig schöne, Buch bin. (:
    Wirklich eine zauberhafte Rezension!

    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Hallöchen Jasi,
      zu Beginn war ich ja nicht so begeistert von dem Buch, aber so ab der Hälfte hat es mich dann noch umgestimmt :D Einige Kritikpunkte hab ich, aber trotzdem ist es alles in allem ein tolles Buch ♥
      Liebe Grüße

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  2. Moin Charleen,
    ich habe das Buch im letzten Winter gelesen und kann deine Meinung dazu nur unterstreichen. Ein tolles Buch! Vielleicht sollte ich meine Rezi auch in den Blog einstellen. Es fängt ja gerade an passend winterlich zu werden.
    LG loralee

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    1. Hallöchen Loralee,
      nach einem Jahr möchtest du die Rezi einstellen? Hast du die nur geschrieben und irgendwo gespeichert, oder würdest du sie jetzt aus dem Stehgreif zaubern? :D Das könnte ich ja nicht :) Würde es aber sehr interessant finden, deine Rezension zu lesen.
      Liebe Grüße

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    2. Hihi, ein Elefantengedächtnis habe ich leider nicht. Die Rezi habe ich geschrieben, lange bevor ich mit dem Bloggen gestartet habe. Sie ist bei LB. Ich hatte sowieso vor, dieses Jahr nach und nach meine alten LB Rezis in den Blog zu übertragen. Dann fange ich mit dem Schneemädchen an. :-)
      Liebe Grüße

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