[Rezension] Veronika Serwotka - Wyvern: Das Streben des Jägers




Jergan van Cohen starb durch sein Zögern, einen Blutreiter zu töten, unehrenhaft im Kampf gegen einen Wyvern. Seither gilt der getötete Jäger als geächtet.

Die entehrten Söhne Tarik und sein zehnjähriger Bruder Quirin müssen in einer kleinen Hütte unter den Armen in Canthar leben. Tarik kämpft durch harte Arbeit und noch härteres Training jeden Tag aufs Neue um seine Ehre und um die Zulassung zur Prüfung als Jäger. Obwohl er zu den Besten der Akademie gehört, will ihm die Kommission diese erneut verweigern.

Khaled, sein Mentor, setzt sich für ihn ein, doch da überschreitet Quirin eines der strengsten Gesetze der Stadt. Er versteckt das Ei eines Wyvern in einer Grotte. Die geflügelte Echse schlüpft. (Quelle)

1. Das Streben des Jägers
2. ?
3. ?


Zum Cover: 
Das Cover finde ich sehr schön. Die Details und die Farben sind so gut aufeinander abgestimmt, dass ich es sehr ansprechend finde.

Zum Buch:
Die Autorin Veronika Serwotka hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Er ist sehr modern, locker und flockig, so dass ich in einem sehr guten Lesefluss war. Sie schreibt sehr bildgewaltig, was mich positiv überrascht hat. Gleich zu Beginn des Buches hat man einen Kartenausschnitt der Welt, so dass man weiß, wo man sich befindet. Die Kapitel haben eine normale Länge und jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift.

Es gibt drei Handlungsstränge, nämlich die von Tarik, Quirin und Fyrndolf. Die erste Hälfte des Buches begleitet man die beiden Brüder Tarik und Quirin. Beide haben in ihrem kurzen Leben bereits vieles durchmachen müssen und haben keine Eltern mehr. Die Tiefe der Charaktere hat gestimmt und ich habe die beiden von Anfang an durch ihre sympatische Art ins Herz geschlossen.
Fyrndolf kommt etwa ab der Hälfte des Buches ins Spiel. Er ist ein Barde und mir ist bis zu letzt rätselhaft, warum er im ersten Band der Trilogie überhaupt erschienen ist. Diesen Handlungsstrang hätte man meiner Meinung nach auch erst in den zweiten Band einweben können. Durch seine kurzen Auftritte, ohne dass wirklich etwas entscheidendes passiert ist, ist er mir bislang leider nicht wirklich sympatisch und ich kann ihn schwer einschätzen.
Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die allesamt auch sehr facettenreich und einzigartig sind.

Die Handlung spielt in einer Welt, in der Wyvern - auch Drachen genannt - sowie die Drachenjäger eine wichtige Rolle spielen. Die Wyvern werden als gefährliche Wesen dargestellt und gefürchtet. Neben diesen gibt es noch einige andere Lebewesen, die ich sehr interessant gefunden habe.
Leider fehlt es mir in diesem Buch an Tempo. Es gibt leider kaum Überraschungsmomente, Action und Spannung. Die Handlung plätschert so vor sich hin und erst 25 % vor Schluss wurde ich dann mitgerissen, so dass ich jetzt am liebsten sofort den zweiten Band lesen möchte. Meiner Meinung nach kamen die Wyvern etwas zu kurz und der Klappentext verrät einfach schon zu viel von der Handlung.


Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, aber mir fehlte es einfach an Überraschung und Spannung. Mir haben die Hauptcharaktere Tarik und Quirin sehr gut gefallen und ich möchte gern mehr über sie lesen.


3,5/5 Punkte
(Mehr als nur gut!)

Vielen Dank an den Verlag Talawah zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kommentare:

  1. Hm,

    ein Verlag der z.Z. echt am Kommen ist oder?

    LG..Karin...

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    1. Hey Karin,
      das war das erste Buch des Verlages :) Bin gespannt auf weitere.
      Liebe Grüße

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