[Rezension] Jana Ulmer - Vergessene Existenzen




Verlag: Amdora
Seiten: 322

Taschenbuch: 9,99 €
E-Book: 3,99 €

Die achtzehnjährige Sanya Taylor wohnt in Monterey/Kalifornien und gelangt durch einen Zufall auf den Kontinent Tasyar. Er wird von der Aussenwelt geheim gehalten und bald erfahren Sanya und ihre Freunde auch warum. Eskil – ein in Tasyar sehr beliebter Magier – plant schon lange seine Macht auszubauen. Er macht dem Volk glaubhaft bewusst, dass Sanya, die Fremde aus dem „Rest der Welt", genau das beabsichtigt. Sanya lernt den Magier Derek kennen, dem sie augenblicklich verfällt. Trotz der Missgunst der Einwohner und der Gefahren welche überall lauern, wollen Sanya und ihre Freunde gegen Eskil vorgehen. Lassen Sie sich entführen in eine Welt voller Magie, Feen und Kobolde.


Zum Cover: 
Das Cover ist sehr mystisch gestaltet und ich finde es sehr ansprechend. Es wirkt sehr geheimnisvoll und macht Lust auf mehr.

Zum Buch:
An den Schreibstil der Autorin musste ich mich doch etwas gewöhnen, obwohl es sehr leicht und locker geschrieben ist. Es gibt meiner Meinung nach zu viele Kettensätze bzw. einfach zu viele Kommas. So richtig gepackt hat mich der Schreibstil leider nicht.

Die Charaktere fand ich ganz nett, wobei es mir bei allen an Tiefe fehlte. Man hat zwar ein bisschen was über sie erfahren, z. B. welcher Rasse sie angehören, aber Details über ihren wahren Charakter hat man leider kaum erhalten. Dadurch wirkten die Charaktere schnell eintönig und langweilig.
Die Protagonistin ist Sanya und das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Normalerweise fiebert man da ja immer mit dem Charakter mit, aber hier war es leider nicht so. Mir fehlten Gefühle und ich finde, dass Sanya einfach alles zu leicht gemacht wurde. Sie stellte jedem ihre Fragen, egal ob Freund oder Feind und jeder hat ihr sofort alles beantwortet, was sie wissen wollte. Sie musste sich nichts wirklich erarbeiten und fast jeder mochte sie auf Anhieb.

Die Story finde ich im Gesamtbild gut. Die Autorin hat eine schöne Fantasiewelt erschaffen, in der gezaubert und teleportiert wird, was das Zeug hält. Auch hat sie schöne Fantasievölker und Fantasiewesen erschaffen. Was mir jedoch fehlte, waren die Ecken und Kanten. Alles klappte auf Anhieb und für jedes Problem gab es sofort eine Lösung. Es wirkte zu gekünstelt und Spannung wollte nicht so recht aufkommen, weil die Story doch recht vorhersehbar war. Es gab leider kaum überraschende Wendung.
Die eingearbeitete Liebesbeziehung zwischen der Protagonistin und dem Magier Derek hat mir ganz gut gefallen, obwohl es auch hier manchmal zu Situationen kam, die ich nicht immer so recht nachvollziehen konnte. Sie hat nicht zu viel Raum eingenommen und war ganz nett eingebunden.

Das Buch beinhaltet eine tolle Story, die leider auch einige Schwächen aufweist. Die Fantasiewelt hat mir sehr gut gefallen, aber mit fehlten einfach ein paar Ecken und Kanten.


3/5 Punkte
(Gut!)

Vielen Dank an die Agentur "Spread and Read" und den Amdora-Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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