[Rezension] Libba Bray - Der geheime Zirkel: Gemmas Visionen


Verlag: dtv
Seiten: 480

Taschenbuch: 10,95 €
E-Book: 6,99 €

England, 1895: Gemma und ihre Freundinnen besuchen ein Internat für höhere Töchter. Den strengen Regeln zum Trotz treffen sie sich nachts in einer Höhle zu spiritistischen Séancen. Dabei lesen sie aus einem mysteriösen Tagebuch, das von einem magischen Reich berichtet. Eigentlich glauben die Mädchen nicht an so einen Unsinn, aber Gemma wird immer wieder von Visionen heimgesucht, in denen sie ganz Ähnliches sieht...


1. Gemmas Visionen
2. Circes Rückkehr
3. Kartiks Schicksal




Zum Cover: 
Ich finde das Cover sehr gelungen. Es wirkt sehr geheimnisvoll und passt irgendwie auch zum Klappentext. Auf dem Cover ist vermutlich die Protagonistin zu sehen. Das Lichtspiel gefällt mir sehr gut.

Zum Buch:
Das Buch spielt im Jahre 1895 und handelt von dem 16-jährigen Mädchen Gemma, die zusammen mit ihrer Mutter in Indien lebt. Sie ist gebürtige Engländerin und möchte gegen die ausdrücklichen Wünsche ihrer Mutter dorthin zurück. Nachdem ihre Mutter ums Leben kommt wird ihr Wunsch war - sie kommt in England auf ein Internat. Gemma fühlt sich dort nicht gut aufgenommen, knüpft aber dennoch neue Freundschaften und gemeinsam widersetzen sie sich den strengen Regeln. Dies ist aber nicht ihr einziges Geheimnis, denn Gemma hat bereits seit dem Todestag ihrer Mutter immer wieder unheimliche Visionen.

An den Schreibstil der Autorin musste ich mich zu Beginn ein wenig gewöhnen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Gemma geschrieben. Die Autorin beschäftigt sich viel mit Details des Umfeldes, weshalb mir die ersten Kapitel ein wenig langgezogen vorkamen. Als Zeitform hat die Autorin das Präsens gewählt, was auch sehr ungewöhnlich ist. Nach ein paar Seiten war ich aber daran gewöhnt und habe schnell Gefallen an dem Schreibstil gefunden.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, nachdem ich mich darauf eingelassen habe. Zu Beginn wusste ich nicht so recht, was ich von ihnen halten sollte. Sie haben sich toll entwickelt und haben mich immer wieder überrascht. Besonders die Beziehungen zwischen den Mädchen sind sehr gut gelungen. Die Protagonistin Gemma ist kein einfaches Mädchen und steckt mitten in der Pubertät. Sie reagiert in einigen Situationen trotzig, in der anderen wiederum ganz anders. Sie ist unberechenbar und sehr authentisch.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, doch schnell war ich in den Bann gezogen. Von dem Klappentext her habe ich bei dem Wort Séancen eher an Gläserrücken gedacht, doch dem war nicht so. Die nächtlichen Treffen waren teilweise sehr unheimlich. Die Autorin hat immer wieder unheimliche Momente geschaffen, die mir schon fast eine Gänsehaut einbrachten. Gemma's Visionen waren sehr verwirrend, was wiederum wohl sehr verständlich und realistisch war.

Am Ende gibt es keinen großen Cliffhanger, was ich sehr gut finde. Trotzdem möchte ich natürlich wissen, wie es in den Fortsetzungen weitergeht.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit kam ich mit dem Schreibstil der Autorin sehr gut zurecht und wollte das Buch nicht mehr weglegen. Die Charaktere und die Handlung waren sehr interessant, so dass es von mir eine Leseempfehlung gibt.

4/5 Punkte
(Sehr gut!)

Vielen Dank an den Verlag dtv zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kommentare:

  1. Hey :)

    Sehr schöne Rezension ❤ Dann ist ja gut, dass dich das Buch noch überzeugen konnte ;)

    Liebe Grüße
    Jenny ❤

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    1. Hey Jenny,
      ja das konnte es auf jeden Fall. Ich möchte unbedingt Band zwei lesen :)
      Liebe Grüße

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