[Rezension] Lena Sander - Zersetzt


Verlag: Pro-Talk Verlag
Seiten: 256

Taschenbuch: 11,90 €
E-Book: 2,99 €



Es kann jeden treffen – nächste Woche – morgen – heute – jetzt! Die schrecklichsten Storys schreibt oft das Leben selbst. Diese Erfahrung macht die junge Journalistin Julia Hoven, als sie die Hintergründe einer mysteriösen Krankheit recherchiert, an der ihr Vater leidet. Und Julias Vater ist nicht der Einzige... Stück für Stück deckt Julia zusammen mit ihrem Kollegen Felix eine haarsträubende Geschichte auf. Als in ihre Wohnung eingebrochen wird und ihr jemand offensichtlich nach dem Leben trachtet, stellt sich heraus: Julia hat sich mächtige Feinde gemacht. Und die werden alles tun, um sie zum Schweigen zu bringen. Die Grundidee des Thrillers "Zersetzt" basiert auf wahren Begebenheiten.


Zum Cover: 
Mir gefällt das Cover leider nicht. Es ist sehr dunkel gehalten und sagt nichts über den Inhalt des Buches aus. Das Taschenbuch hat ein anderes Cover, welches mir aber auch nicht so gefällt. Dieses könnt ihr euch hier anschauen.

Zum Buch:
In dem Buch geht es um die 27-jährige Journalistin Julia, welche eine brisante Entdeckung macht. Ihr Vater und weitere Patienten haben seltsame Symptome, die sich niemand erklären kann. Als sie hinter das ganze kommt, steckt sie mit ihrem Kollegen Felix auch schon in lebensgefährlichen Schwierigkeiten, denn jemand möchte die Aufdeckung um jeden Preis verhindern.

Der Schreibstil der Autorin hat mir nicht so gut gefallen. Es war zwar alles verständlich geschrieben, aber sie hätte sich für die einzelnen Szenen und deren Verbindungen einfach mehr Zeit nehmen müssen. Alles geht sehr schnell. Im einen Moment sitzt sie im Auto und unterhält sich, im nächsten Satz rennt sie auch schon auf eine Bank zu. Da frage ich mich doch, ist sie aus dem fahrenden Auto gesprungen?! Solche Momente gab es leider häufiger in dem Buch.

Die Charaktere blieben für mich ein wenig zu blass. Man erfährt nicht viel über ihren Charakter, obwohl sie die einzige Protagonistin ist. Alles dreht sich nur um die Aufdeckung des Falles, so dass für die Personen nicht viel Raum ist. Dadurch, dass auch alles so schnell abgehandelt wird, bleiben die zwischenmenschlichen Beziehungen oftmals auf der Strecke. Auch die Dialoge zwischen den Charakteren ließen leider manchmal zu wünschen übrig. Ich hatte hin und wieder das Gefühl, dass Gespräche im wahren Leben so niemals verlaufen würden.

Die Story an sich ist schon sehr gut und es gab hin- und wieder auch mal spannende Szenen, die ich verschlungen habe. Der Schreibstil und die Charaktere haben mir daran aber meist den Spaß genommen. Schön finde ich, dass die Grundidee auf einer wahren Begebenheit beruht. Es ist fast schon erschreckend, dass es so etwas wirklich gegeben hat bzw. gibt. Trotzdem ändert es leider nichts an den Mängeln.
Das Buch hat eine faszinierende Story mit einigen spannenden Szenen. Leider war mir die Geschichte zu schnell abgehandelt und die Charaktere blieben blass.

2/5 Punkte
(Geht so! Das war nicht meins!)

Vielen Dank an den Pro-TalkVerlag und die Agentur Spread and read zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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