[Rezension] Juliane Maibach - Seelenlos: Splitterglanz


Verlag: -
Seiten: 318

Taschenbuch: 9,99 €
E-Book: 3,49 €

Gwen hätte niemals gedacht, dass sie sich jemals solche Fragen stellen müsste: Wie findet man den Weg aus einer fremden Welt zurück, nachdem man durch einen Spiegel gefallen ist? Wie tötet man ein Wesen, das keine Seele besitzt und beinahe unsterblich ist? Und wie soll man mit einem verschlossenen, schlecht gelaunten Kerl zurechtkommen, der in einem eigentlich nichts anderes als ein Mittel zum Zweck sieht und keinen Wert auf Gesellschaft legt?
Gwen verfügt über eine ganz besondere Gabe, die ihr Begleiter Tares auch für sich nutzen will: Sie kann das Licht der Splitter des Glutamuletts wahrnehmen. Setzt man diese zusammen, wird einem sein sehnlichster Wunsch erfüllt. Schon bald wird Gwen immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen und muss feststellen, dass sie nicht ohne Grund in diese fremde Welt gelangt - sie von dunklen Geheimnissen und drohendem Unheil umgeben ist: Die Seelenlosen sind nahe.

1. Splitterglanz
2. Himmelschwarz
3. Regensilber
4. Schattennacht


Zum Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Es zeigt den Spiegel, der auch im Buch die tragende Rolle spielt. Ich finde es immer schön, wenn das Cover auch Bezug zum Buch hat.

Zum Buch:
Den Klappentext empfand ich vor dem Lesen als verwirrend, weshalb ich noch einmal kurz auf den Inhalt eingehen möchte. Im Grunde kann man sagen, dass es hier um die junge Studentin Gwen geht, die von ihrem verstorbenen Großvater ein paar Dinge vererbt bekommt. Dabei ist auch ein Spiegel, durch den sie eine andere Welt betreten kann. Als sie das erste mal dort ankommt, findet sie direkt einen Splitter und trifft auf Tares, der die Splitter explizit sucht. Da sie die Splitter besser wahrnehmen kann und die zusammengesetzten Splitter einen Wunsch erfüllen können, hilft sie Tares bei der Suche und begibt sich in ein gefährliches Abenteuer.

An den Schreibstil von Juliane Maibach musste ich mich erst einmal gewöhnen, weshalb ich ein paar Seiten gebraucht habe, um ins Buch zu finden. Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut verständlich, aber dennoch kam ich zu Beginn nicht in meinen gewohnten Lesefluss. Dies hat sich jedoch nach und nach gebessert und die Geschichte hat mich in den Bann gezogen. Juliane Maibach hat hier eine tolle fremde Welt voller Magie erschaffen, die ihre eigenen Wesen und ihre eigene Geschichte hat.

Nun zu den Charakteren. Die Protagonistin Gwen ist sehr auf sich allein gestellt, weil ihre Eltern viel auf Geschäftsreisen unterwegs sind. Sie ist dadurch sehr selbstständig und ein starker Charakter. Dennoch fehlte es mir hier ein wenig an Tiefe, so dass Gwen eher ein oberflächlicher Charakter geblieben ist.
Tares ist in meinen Augen sehr gut ausgearbeitet, auch wenn mich die Wechselhaftigkeit seines Verhaltens so manches Mal genervt hat. Er ist ein sehr guter Kämpfer, was er in vielen Situationen, in denen er Gwen beschützt, unter Beweis stellt. Tares ist eindeutig mein Lieblingscharakter.
Es gibt in diesem Buch noch einige andere Charaktere, zu denen ich jetzt noch weitere Ausführungen machen könnte, aber ich möchte euch nicht die Überraschungsmomente stehlen :)

Das Buch endet mit einem ganz gemeinen Cliffhanger, so dass man unbedingt Band zwei liegen haben sollte.

Juliane Maibach ist hier mit "Seelenlos: Splitterglanz" ein sehr schöner Reihenauftakt gelungen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fasziniert die erfundene, magische Welt mit einer eigenen Geschichte, fremden Wesen und vielen Gefahren.


4/5 Punkte
(Sehr gut!)

Vielen Dank an die Autorin Juliane Maibach und an die Agentur CP-Ideenwelt zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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