[Rezension] Alexandra Carol - Mit dir verloren


Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 338


Sie begegnen sich zum ersten Mal in einem zwielichtigen Club eines der heruntergekommensten Viertel der Stadt. Ein Ort, den das Mädchen aus gutem Hause niemals besuchen sollte und den der Bad Boy in Nietenjacke zu seinem Revier zählt. Obwohl sie sich sofort gegenseitig ins Auge fallen, sind ihre Welten zu unterschiedlich, als dass sie miteinander ins Gespräch kommen könnten. Doch das Schicksal sieht das anders. Als sie sich wenige Wochen später wieder über den Weg laufen, ist es Larissa, die auf der Luxusparty im Reichenviertel einen glänzenden Auftritt hinlegt, und Angel, dessen zerschlissenem Jackett man sofort ansieht, dass er nicht dazu gehört. Aber eins hat sich nicht geändert: Sie können den Blick nicht voneinander lösen…


Zum Cover: 
Das Cover finde ich wunderschön. Die Blautöne harmonieren sehr schön und man sieht hier die beiden Protagonisten.

Zum Buch:
Hier handelt es sich um eine Geschichte, die nicht ganz so typisch ist. Ein Mädchen aus einer wohlhabenden Familie lernt einen jungen aus einem Problemviertel kennen. Beide begegnen sich mehrmals und werden immer wieder voneinander angezogen. Die Liebesgeschichte steht hier jedoch nicht wirklich im Vordergrund, sondern das Zwischenmenschliche. Immer wieder werden die sozialen Hintergründe thematisiert und auch die unterschiedlichen Lebensweisen.

Der Schreibstil der Autorin hat mich von Beginn an mitgerissen. Er ist sehr außergewöhnlich, spritzig und modern. Immer wieder musste ich meinem Mann Sätze vorlesen, weil sie mir so gut gefallen haben. So ein Schreibstil ist mir bislang noch nicht begegnet. Er hat in mir Begeisterung hervorgerufen, die bis zum Schluss gehalten hat.

Die beiden Protagonisten Larissa und Angel haben mir sehr gut gefallen. Auf den ersten Blick sind sie von Grund auf verschieden. Schaut man hinter die mühsam aufgebauten Fassaden sieht man jedoch, dass sie sich recht ähnlich sind. Larissa kommt aus einer wohlhabenden Familie, in der sie versucht, perfekt zu sein. Dies fällt ihr - nachdem sie Angel getroffen hat - zusehends schwieriger. Angel hingegen ist ein Krimineller, hauptsächlich Drogendealer. Er tut dies nicht aus Überzeugung, sondern um über die Runden zu kommen.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und es wird immer wieder zwischen den Sichtweisen hin- und her gewechselt. So erfährt man viele Gedanken der Protagonisten und auch, warum sie die jeweiligen Entscheidungen treffen.

Gut gefallen hat mir, dass hier wirklich die sozialen Aspekte mehrfach Thema wurden und die Liebesgeschichte nicht so einen großen Raum einnahmen. Es handelt sich hierbei nämlich keinesfalls um eine seichte Liebesgeschichte, sondern vielmehr um zwischenmenschliche Beziehungen und Drogengeschäfte. Viel deutlicher als hier können die Armen- und Reichenviertel nicht thematisiert werden.
Die Autorin hat mich mit ihrem einzigartigen Schreibstil, den verschiedenen Charakteren und auch der tiefgreifenden Handlung sehr überrascht. Von Anfang an war ich dem Sog verfallen und wollte gar nicht aufhören zu lesen. Dies wird nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.

5/5 Punkte
(Perfekt!)

Vielen Dank an den Verlag Carlsen Impress zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Kommentare:

  1. Hey :)

    Sehr schöne Rezension :) Das Buch möchte ich auch unbedingt noch lesen. Die Leseprobe im ImpressMagazin war schon sehr cool.

    Liebe Grüße
    Jenny ♥

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    1. Hey Jenny,
      vielen Dank ♥
      Mir hat das Buch wirklich mega gut gefallen und ich kann es dir nur ans Herz legen :)
      Liebe Grüße

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