[Rezension] Amalia Zeichnerin - Der Stern des Seth




Verlag: -
Seiten: 296

Taschenbuch: 12,00 €
E-Book: 5,49 €

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Steampunk. Abenteuer. Expedition. Phantastisches und Historisches.
Wir schreiben das Jahr 1885. Der technische Fortschritt und die Industrialisierung sind kaum aufzuhalten.
Rundfunk, Automobile, das Dampfnetz, die Verbreitung der Elektrizität und die Luftschifffahrt sind nur einige Beispiele für die technischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte.
Das Britische Empire verfügt auf der ganzen Welt über zahlreiche Kolonien und Protektorate. Im Sudan schwelt seit vier Jahren ein Konflikt zwischen der anglo-ägyptischen Herrschaft und den zahlreichen Anhängern des politischen Anführers Muhammad Ahmad, genannt Mahdi.
Doch auch das Mystische fasziniert die Menschen dieser Zeit – Okkultismus, Séancen und andere esoterische Praktiken erfreuen sich großer Beliebtheit – denn wie es bereits bei Shakespeare heißt: „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt.“ Vor diesem Hintergrund machen sich ein Erfinder, ein Wissenschaftler, eine Journalistin, ein kriegsversehrter Sergeant und ein Archäologe auf zu einer Expedition in den Sudan, um dort ein sagenumwobenes altägyptisches Artefakt zu finden. Doch was für Pläne hat ihr adliger Auftraggeber damit?



Zum Cover: 
Man erkennt vom Cover her direkt, dass es sich hierbei um Steampunk handelt. Auch die Verbindung zur ägyptischen Geschichte bzw. dem Sudan ist gegeben. Ich finde das Cover sehr ansprechend.

Zum Buch:
Das Buch handelt von einer zusammen gewürfelten Gruppe, die aus verschiedenen Personen besteht. Diese haben alle unterschiedliche Fähigkeiten, Berufe und Kenntnisse. Sie werden von einem Earl in London angeheuert, um ein uraltes verstecktes Artefakt im Sudan zu finden und zu ihm zu bringen. Dafür winkt der bunten Truppe eine große Belohnung, doch alles soll anders kommen als geplant...

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen. Besonders zu Beginn hat mich die Story direkt in den Bann gerissen. Die mechanischen Erfindungen haben mich begeistert und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand geben. Sobald die Truppe jedoch in Ägypten ankam, flachte es allmählich ab. Es gab viele Legenden und geschichtliche Informationen, welche die ganze Geschichte ein wenig zäh werden lies.

Die Geschichte ist aus der Erzähl-Perspektive geschrieben und es wird zwischen den verschiedenen Protagonisten immer gewechselt. So bekommt man einen Eindruck zu jedem Charakter. Sie sind sehr verschieden, aber jeder für sich interessant. Mir haben die unterschiedlichen Charaktere sehr gut gefallen und sie haben meiner Meinung nach auch meist schlüssig gehandelt.

Die Autorin hat ein paar gefährliche Momente und auch einige Kämpfe in die Geschichte eingebaut. Mit dem Kämpfen habe ich mich immer etwas schwer getan, weil auch innerhalb der Kämpfe sehr gern mal der jeweilige Charakter gewechselt hat. Es wurde für mich dann ein wenig unübersichtlich. Meiner Meinung haben die Charaktere das Artefakt auch einfach zu schnell und zu einfach gefunden, denn sofort hatten sie immer eine Lösung für die jeweiligen Probleme.

Ich dachte ja, die Gruppe bringt das Artefakt zurück zum Earl und die Geschichte ist zu Ende, doch es sollte noch lang kein Ende sein. Dies kam für mich sehr überraschend. Hier möchte ich aber auch nicht zu viel verraten, Am Ende kommt es zu einem großen Showdown, der die ganze Geschichte sehr schön abgerundet hat. Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen.

Das Buch hat mich einerseits überrascht, aber andererseits konnte es mich nicht vollständig überzeugen. Die Idee mit der Expedition hat mir sehr gut gefallen, leider kam diese aber viel zu kurz.
3/5 Punkte
(gut!)

Vielen Dank an die Autorin zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

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