[Rezension] Oliver Pätzold - Mathilda



Oliver Pätzold
Mathilda

Verlag: -
Seiten: 424
Erscheinungstermin: 5. November 2018

Taschenbuch: 11,99 €
E-Book: 2,99 €




Nach einem Streit mit ihrem Vater Achim reist die achtzehnjährige Emma mit ihrem Freund aus Norddeutschland in die österreichischen Berge. Währenddessen berichten die Medien, dass der nahende Asteroid „Mathilda“ nicht gestoppt werden konnte und unaufhaltsam auf die Erde zurast. Der Einschlag löst eine katastrophale Kettenreaktion aus: Teile Europas werden durch einen Tsunami sowie verheerende Erdbeben in einen apokalyptischen Zustand versetzt. Entsetzt muss Achim erkennen, dass die Suche nach seiner Tochter ihn durch eine Welt führt, die nichts mehr mit der gemein hat, die er kannte. Und auch für Emma ist jeder Tag in völliger Einsamkeit ein verzweifelter Kampf auf Leben und Tod.


Das Cover hat mir sofort gefallen. Es wirkt auf mich stimmig, ansprechend und hat mich direkt neugierig gemacht. Die Person und der Hund kommen auch im Buch vor, so dass es passt.

Da dies nicht mein erstes Buch von Oliver Pätzold war, war mir sein Schreibstil bereits bekannt. Er ist auch in diesem Buch flüssig, lebhaft und gut zu lesen. Super schnell bin ich durch die Seiten geflogen und er war so bildgewaltig, dass ich immer wieder automatisch Bilder im Kopf hatte.

Der Klappentext verrät ja schon sehr gut, worum es in diesem Buch geht. Kurz gesagt kann man sagen, dass der Asteroid "Mathilda" auf der Erde aufschlägt und eine Kettenreaktion in Gang setzt, die katastrophale Folgen für Europa hat. Hier hat mir sehr gut gefallen, dass sich alles wirklich nach und nach entwickelt. Die Geschichte beginnt vor dem Aufschlag, so dass man alles hautnah miterleben kann.

Oliver Pätzold hat eine tolle Story geschaffen, indem er die Familienmitglieder vor besagtem Ereignis auf unterschiedliche Wege geschickt hat. So hat man verschiedene Handlungsstränge, erlebt die Dinge unterschiedlich und weiß genau was wo derzeit geschieht. Normalerweise bin ich kein Fan von verschiedenen Handlungssträngen, aber hier sind sie dennoch so nah verstrickt, dass dies in meinen Augen überhaupt kein Nachteil dargestellt hat.

Die Charaktere haben mir unheimlich gut gefallen. Sie haben immer authentisch und nachvollziehbar gehandelt, egal ob es die 18-jährige Emma, einer ihrer Elternteile oder ihr Freund war. Die charakterliche Entwicklung war teilweise sehr stark und sie sind ziemlich über sich hinausgewachsen. Bei einigen war es toll mit anzusehen, was sie alles für einen geliebten Menschen auf sich nehmen.

Besonders gut gefallen hat mir die erschaffene Winterlandschaft, die auf mich irgendwann aufgrund der vielen Massen wirklich sehr bedrückend gewirkt hat. Die Bedrohung war wirklich spürbar und die ein oder andere Szene war auf jeden Fall nichts für schwache Nerven. Ich finde das ganze Szenario sehr interessant, fesselnd und durchaus realistisch. Es gab hier aber auch die ein oder andere Strecke, dir mir etwas langatmig vor kam. 
"Mathilda" von Oliver Pätzold ist ein gelungener Endzeit-Thriller, den man auf jeden Fall nicht verpassen sollte. Sein Schreibstil ist wieder super zu lesen, die Charaktere perfekt gelungen und das Szenario ist durchaus realistisch dargestellt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!


4/5 Punkte
(Sehr gut)

1 Kommentar:

  1. Das Buch klingt richtig toll und sehr spannend. So was mit Winterlandschaften mag ich auch immer gerne. Das in Verbindung mit dem Endzeit Szenario finde ich sehr interessant.

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